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Kulturzentrum GALVANIK
Geschichte (1994 - 2001)
     
 


Von gestern......     (Durchzug - Verein für Kulturpower!)

Ende 1995 eröffnete der Verein Durchzug das Kulturzentrum Galvanik in der Kollermühle in Zug.
Der Verein Durchzug wurde im November 1989 gegründet und veranstaltete in den ersten vier Jahren verschiedene Konzerte in diversen Lokalitäten im Kanton Zug und Schwyz. So organisierte Durchzug 1994 auch die erste Graffiti Art auf dem Landsgemeindeplatz in Zug, wo junge Graffitikünstler aus der ganzen Schweiz ihr Können live unter Beweis stellen und der Bevölkerung näher bringen konnten.

Anfangs 1994 mietete der Verein Durchzug die ehemalige Galvanikfabrik am Stadtrand von Zug und baute sie in eigener Regie und unter Mithilfe von über 100 frondienstlich arbeitenden Helfern innert 10 Monaten zum ersten Kulturzentrum des Kantons Zug um.

Von 1995 bis Ende 2000 hatte der Verein Durchzug, unter Mithilfe unzähliger Partnerveranstalter, in der Galvanik über 680 Veranstaltungen verschiedenster Art durchgeführt. Diese reichten von Konzerten über Theater, zu Partys bis zu Hochzeiten und kunterbunten Kindernachmittagen. Insgesamt hatten in dieser Zeit rund 250'000 Personen das Kulturzentrum besucht.

Im November 2000 sah sich der Durchzug-Vorstand gezwungen wegen Überschuldung den Konkurs anzumelden: ein rabenschwarzer Tag für die Mitglieder des Vereins, die unzähligen freiwilligen Helfer, die langjährigen Sponsoren und die gesamte Zuger Kulturszene.


..bis heute (Verein IGGZ)

Am 14. August 2000 haben verschiedene Kulturinteressierte und -schaffende aus dem Raum Zug den Verein Interessengemeinschaft Galvanik Zug (IGGZ) gegründet, welcher sich zum Ziel gesetzt hatte, den Kulturbetrieb in der Galvanik zu erhalten. Dies nachdem die Gründer und bisherigen Betreiber der Galvanik, der Verein Durchzug, sich gezwungen sahen, Ihr Engagement aus finanziellen Gründen auf Ende 2000 zu beenden.

Die IGGZ organisierte noch im Gründungsmonat eine Petitionsparty auf dem Landsgemeinde Platz in Zug, um eine Unterschriftensammlung für die Weiterführung der Galvanik zu lancieren. Innerhalb nur 29 Tagen wurden über 3100 Unterschriften gesammelt, welche am 2. Oktober 2000 dem Stadtrat von Zug überreicht wurden. Durch diese breite Unterstützung wurde erreicht, dass der Zuger Stadtrat beschloss, den Vorschlag der IGGZ für einen Neuanfang der Galvanik mit breiter Trägerschaft zu unterstützen.

In Folge sicherte die Stadt Zug das Gebäude durch den Abschluss eines Mietvertrags für das Jahr 2001 mit einer Option auf Verlängerung für weitere 3 bis 4 Jahre. Die Stadt Zug stellte der IGGZ für einen Versuchsbetrieb bis Ende 2001 zur Verfügung, der die Grundlage für eine Verlängerung des Mietvertrags und einen Antrag zur Mitfinanzierung des Betriebs durch die öffentliche Hand bieten sollte.

Nebst der Durchführung des Probebetriebs zielten die Hauptbemühungen der IGGZ im Jahr 2001 darauf, die notwendigen finanziellen Mittel zum Erwerb der Infrastruktur aus der Konkursmasse des Vereins Durchzug zu sichern. Im August 2001 konnte der grösste Teil der Infrastruktur erworben werden, womit die Basis für einen weiteren Betrieb sichergestellt war. Gleichzeitig führt die IGGZ Personalrekrutierungen durch und engagiert im Herbst die künftigen Betriebsmanager des Kulturzentrums ab 2002.

Am 18. Dezember 2001 beschliesst das Zuger Stadtparlament den Mietvertrag für das Gebäude bis 2004 zu verlängern und den Betrieb mit jährlichen Beiträgen zu unterstützen. 2004 erhöht das Parlament die Beiträge: Die Galvanik kann auf grosse Sympatie bei allen Zuger Parteien zählen!


Die IGGZ bemühte sich ab August 2000 intensiv um eine Weiterführung der Galvanik und erreichte, dass die Stadt Zug das Gebäude im Jahr 2001 mietete und der IGGZ für einen 9-monatigen provisorischen Betrieb zur Verfügung stellte.

Nach einer viermonatigen Pause und einer sanften Renovation wurde das Kulturzentrum im Mai 2001 für einen provisorischen Betrieb bis Dezember 2001 wiedereröffnet. Für die Führung des Betriebs konnte das erfahrene Team vom Verein Fluxus, frühere Betreiber der Gewürzmühle in Zug, gewonnen werden, die ihr Publikum während dieser Zeit mit einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm in die Galvanik lockte.

Am 18. Dezember 2001 spricht das Zuger Stadtparlament der Galvanik mit 30 zu 2 Stimmen jährliche Betriebsbeiträge in der Höhe von 120'000 Franken bis 2004. Vorgängig hatte der Stadtradt das von der IGGZ eingereichte Betriebsbudget um beinahe 50% reduziert, was zur Folge hatte, dass der Betrieb ab 2002 nicht im Konzept vorgesehenen Umfang realisiert werden konnte.

Eine im Januar 2002 eingereichte Verwaltungsbeschwerde gegen die von der Stadt Zug erteilte Baubewilligung hatte die dringende Durchführung zusätzlicher baulicher Massnahmen zur Folge. Dadurch konnte der Betrieb erst mit rund zweimonatiger Verspätung Ende April 2002 wiedereröffnet werden.

Im Eröffnungsmonat Mai und dem Folgemonat Juni präsentierte sich das neue Team der Galvanik dem Zuger Publikum mit einem reichhaltigen und vielseitigen Veranstaltungsprogramm. Wegen des limitierten Budgets wurden die Öffnungstage des Kulturzentrums auf die Veranstaltungs-Sommerpause hin ab Juli 2002 dann bis auf weiteres auf Freitag und Samstag reduziert. Die IGGZ konzentrierte darauf die notwendige Zusatzfinanzierung für eine zukünftige Erweiterung der Öffnungszeiten zu sichern. Dieses Ziel wurde 2004 erreicht, worauf die Galvanik die Öffnungszeiten wieder auf einen 5-Tagebetrieb erhöhen konnte.